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Montag, 16. August 2004, 16:53
mittelmäßig Wodan - Die Prüfung
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Wodan - Die Prüfung ist ein rundenbasiertes Strategiespiel. Mit Soldaten müssen die eigenen Felder beschützt und gegnerische Felder erobert werden. Es können Burgen gebaut und den gegnerischen Fronten der Nahrungsnachschub abgeschnitten werden. Es können bis zu acht Mitstreiter am eigenen Rechner, via E-Mail oder im Netzwerk (auch über das Internet) teilnehmen. Und wenn mal keiner mitspielen will, tritt man einfach gegen den Computer an.

Im Rundenbasierenden Strategiespiel „Wodan - Die Prüfung“ schlüpft ihr in die Rolle des Kriegers Wodan, der gegen seine Brüder um den Thron von Walhalla kämpft. Ihr befehligt dazu eine Armee. Eure Aufgabe ist es, eigene Felder zu beschützen und neue zu erobern, um ein zusammenhängendes Land aufzubauen. In dem vom Aufbau her sehr simplen Spiel können dabei, Burgen gebaut oder die Versorgungswege des Gegners abgeschnitten werden. Es gewinnt der Spieler, der die Karte vollständig erobert hat.

Bevor es jedoch so richtig zur Sache geht, müssen vor dem Spielstart einige Einstellungen vorgenommen werden. Unter anderem muss angegeben werden, wie viele Mitspieler es geben soll und ob diese vom Computer gesteuert werden oder weitere menschliche Spieler teilnehmen. Das Spiel kann per eMail, an einem PC oder über das TCP/IP gespielt werden. Letztere Variante eignet sich hervorragend für Spiele mit menschlichen Gegnern. Den gewählten Spielern wird nun noch eine Farbe zugeordnet und los geht es.

Gespielt wird auf einer aus hexagonalen Feldern aufgebauten Landschaft, die zufällig unter den rivalisierenden Spielern aufgeteilt wird. Jedem Spieler ist hierbei die vorher gewählte Farbe zugeordnet. Mehrere aneinander liegende Felder einer Farbe bilden zusammen ein Land, das von einem Dorf aus regiert wird. Ziel ist es nun, alle eigenen Länder unter einer Regierung zu vereinigen und gleichzeitig die befeindeten Länder zu zerschlagen und einzunehmen.

Die Spieler sind reihum am Zug. Wenn ein Spieler seinen Zug beendet hat, ist der nächste an der Reihe. In der Zeit, wo ein anderer (menschlicher) Spieler am Zug ist, wird die Karte komplett ausgeblendet. So könnt ihr nicht die Züge und Strategie direkt verfolgen, sondern müsst jeweils vom letzten Stand ausgehend das Vorgehen der Mitspieler analysieren. Leider führt das meist zu beachtlichen Wartezeiten – je nachdem wie

viele Einheiten der (menschliche) Gegenspieler hat.

Einen Staat ohne Armee aufzubauen bzw. fremde Gebiete ohne diese zu erobern, ist jedoch unmöglich. Wie im richtigen Leben benötigt ihr jedoch, für die Rekrutierung und Bezahlung der Soldaten und dem Bau von Verteidigungsanlagen, Geld. Dieses verdient ihr euch mit jedem eroberten Feld. Dieses muss jedoch ohne Bäume oder Grabsteinen von gefallenen Soldaten sein. Hier müsst ihr darauf achten, dass sich die Bäume nicht willkürlich ausbreiten. Lasst sie somit des Öfteren von euren Soldaten roden. Sonst entgehen euch wichtige Einnahmen.

Eine Anzeige rechts neben dem Spielfeld gibt euch dabei laufend über die Höhe der Einnahmen und Ausgaben des aktuell ausgewählten Landes. Sind die Ausgaben höher als die Einnahmen, so könnt ihr eure Soldaten nicht mehr finanzieren. In diesem Fall sterben nicht nur die überzähligen, sondern gleich alle Soldaten aus diesem Land. Und das kann den Spielverlauf bedeutend ändern. Wie viel welche Einheit kostet, entnehmt ihr bitte der beiliegenden Hilfe-Datei.

Um ein wenig Spannung ins Spiel reinzubringen, können die Soldaten mehrstufig befördert werden. Hierzu müssen einfach zwei oder mehrere Soldaten auf einem Feld zusammengezogen werden. Diese formieren sich dann automatisch zu einem Soldat höherer Stufe. Die höchste erreichbare Stufe eines Soldaten ist Vier. Beachtet dabei, dass mit jeder höheren Stufe auch die Unterhaltskosten steigen. Angegriffen werden können immer Soldaten einer niedrigeren Stufe.

Die Gegner KI erscheint für Anfänger ziemlich hoch. Nach einigen Spielen bemerkt man jedoch schnell, dass diese gar nicht so schlau vorgeht, wie es scheint. So werden erst in sehr spätem Spielverlauf Soldaten einer besseren Stufe formiert bzw. verzichtet der Gegner komplett auf Geschütztürme zur Sicherung seiner Länder. Nur wenn euch gravierende Fehler passieren, ist die KI schlauer als ihr. Sinnvoll wären hier verschiedene Schwierigkeitsstufen.

Grafisch ist " Wodan – Die Prüfung“ sehr einfach gehalten. Neben den verschieden farbigen Feldern, Soldatentypen und Dörfern gibt es keine Effekte, Zwischenfrequenzen oder gar Kampfsimulationen. Fans von modernen Vollpreisspielen werden hier wohl nicht auf ihre Kosten kommen. Musikalisch wurde ebenfalls gespart – es muss auf Musik und Sound verzichtet werden.

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