Wenn man die Teams beobachtet, so sieht man sehr gut, wo die Probleme liegen. Viele überschätzen ihre eigenen Fähigkeiten und versuchen das dann durch Ausreden zu vertuschen. Auch sind alle während der Planungsphase noch sehr begeistert und auch sehr aktiv. Sie haben Ideen und Vorstellungen, was wird. Aber dann kommt nichts Handfestes bei raus. Dabei sollte man mal genauer auf die einzelnen Entwickler Typen gucken.
Fangen wir mit den Programmierern an. Hier ist das klassische Problem der Mangel an Fähigkeiten. Dies sieht man nicht unbedingt beim ersten Gespräch. Aber spätestens dann, wenn es darum geht, dass sich die Entwickler in eine komplexe Basis einarbeiten sollen. Wie kann man nun erkennen, ob ein Bewerber/Interessent wirklich auch das kann, was er vorgibt? Am besten guckt man hier mal genauer bei der Bewerbung hin. Sehr gut sind dabei Referenzen mit Quellcode. Auch ist es nicht verkehrt, wenn derjenige zeigen kann, dass er mit größeren Engines/Frameworks umgehen kann. Das geht wiederum am besten mit Referenzen, aber hier ist der Quellcode nicht so wichtig. Wenn es keinen Quellcode zu sehen gibt, so ist vielleicht ein kleiner Test nicht verkehrt. Das klingt zwar etwas viel für ein Hobbyprojekt, stellt aber sicher, dass man sich nicht mit dem Entwickler ärgert, weil nichts von ihm kommt.
Kommen wir zur nächsten Problemgruppe. Der Projektleiter ist eine Schlüsselfigur im gesamten Projekt. Als Entwickler kann man hier mal gucken, wie gut er ist. Wichtig ist dabei, dass er sehr aktiv ist und das Projekt vorantreiben kann. Jemand, der sich auf seinen anfänglichen Leistungen ausruht, ist hier ganz falsch. Auch sollte er das Team motivieren können und auch Sachen durchsetzen können. Nicht immer sind diese Dinge gegeben. Daher sollte man ein Projekt mit einem solchen Leiter meiden. Denn es wird nicht voran kommen, da er nichts durchsetzen kann.
Am einfachsten ist es bei den Grafikern. Deren Fähigkeiten lassen sich gut einschätzen. Aber man sollte aufpassen, dass man sie nicht zu sehr unter Druck setzt. Zwar kann etwas Druck immer helfen, dass es voran geht, aber zu viel ist wieder schädlich.
Ein weiteres Problem ist das „Ziel“. Man sollte immer gut einschätzen, wie umfangreich und schwer ein Projekt wird. Auch die OpenSource-Idee rettet ein Projekt nicht.